Verleihung des Signets „Bayern barrierefrei“ durch Staatssekretär Georg Eisenreich an das Museumspädagogische Zentrum (MPZ)

Für „konkrete, beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit in Bayern“ (Zitat Website Bayern barrierefrei) verlieh Staatssekretär Georg Eisenreich dem MPZ am 05.02.2018 das Signets „Bayern barrierefrei“. Die Bayerische Staatsregierung zeigt damit ihre Anerkennung für die vielfältigen Angebote des MPZ, die kulturelle und soziale Teilhabe für Menschen aller Altersgruppen ermöglichen sollen. Für einen angemessenen Rahmen lud der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Dr. Bernhard Maaz, in die Neue Pinakothek ein.

„Den Abbau von Barrieren betrachten wir auch in Zukunft als zentrale Aufgabe des MPZ. Der Schlüssel dazu sind selbstverständlich zielgruppenspezifische Programme. Museen bieten hier herausragende Anknüpfungsmöglichkeiten.“ (Zitat: Dr. Josef Kirmeier, Leiter des MPZ)
In der Rubrik „Vielfalt im Museum“ auf der neuen Internetseite des MPZ finden sich inklusive Vermittlungsangebote, solche zur Sprachförderung und Integration von Menschen mit Zuwanderungshintergrund sowie ein umfangreiches Mittelschulprogramm. Gleichzeitig wird das Programm für Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen ausgebaut.

Vermittlung für Inklusions- und Förderschulklassen gehört zwar längst zum Alltag des MPZ, seit einigen Jahren werden aber spezifische Programme zur sonderpädagogischen Förderung und Inklusion entwickelt. Das MPZ bietet derzeit etwa für Inklusionsklassen 24 verschiedene Programme in 13 Museen und rund 70 Programme für Klassen aus Förderschulen und Förderzentren in 16 Museen an. Im Internet sind diese Angebote durch einen Zielgruppenfilter leicht zu erreichen und übersichtlich dargestellt. Im vergangenen Jahr haben 156 Förderzentren und Förderschulen sowie 49 Kooperations- und Inklusionsklassen davon Gebrauch gemacht. Ähnliche Angebote gibt es auch für außerschulische Gruppen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.

In vielen Fällen wird die Gesprächsführung im Museum durch eine bildnerisch-praktische oder experimentelle Arbeit ergänzt. Bei Bedarf werden Gebärdendolmetscher eingesetzt. Für Blinde und Sehbehinderte werden Tastführungen angeboten. Diese Programme entstanden in enger Abstimmung mit der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Irmgard Badura, die die Verleihung des Signets an das MPZ anregte.

Durch finanzielle Unterstützung seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Landeshauptstadt München, des MPZ-Freundeskreises sowie der Freunde der Pinakothek der Moderne (PIN.) und deren Partner aus der Wirtschaft können derzeit all diese Führungen kostenfrei angeboten werden.

Das MPZ transferiert die Konzepte und konkreten Führungsbausteine in Form von Fortbildungen der Bayerischen Museumsakademie, deren Gründungsmitglied und Sitz der Geschäftsstelle das MPZ ist, auf möglichst viele Museen in Bayern.

zum Foto: Staatssekretär Georg Eisenreich, Irmgard Badura (Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung), Dr. Josef Kirmeier (Leiter des MPZ), Dr. Bernhard Maaz (Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen); vorne: Kinder einer Inklusionsklasse aus München; © Museumspädagogisches Zentrum (MPZ)

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