„Büchertürme, Türmer, Turmschreiber“

Im Bayerischen Nationalmuseum fand der feierliche Startschuss für das Projekt „Büchertürme, Türmer, Turmschreiber“ zur Leseförderung statt. Schirmherr Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Generaldirektor Dr. Frank Matthias Kammel hießen die Gäste der Auftaktveranstaltung herzlich willkommen.

Klassen, auch ganze Schulen, Leseclubs oder auch Fördereinrichtungen sind im Rahmen des Projektes eingeladen, sich einen Turm oder ein hohes Gebäude in ihrem Heimatort zu wählen und diesen dann gemeinsam zu „erlesen“. Dabei werden von der Gruppe so viele Bücher gelesen, dass der Bücherturm die Turmhöhe erreicht. Den kreativen Ideen als Ergänzung zum Lesen sind keine Grenzen gesetzt. Alle Aktivitäten können in einem Turmtagebuch festgehalten werden. Das gilt auch für Informationen zur Geschichte und Funktion des gewählten Turms.

Das Projekt 'Büchertürme, Türmer, Turmschreiber' führt die sehr erfolgreiche Hamburger Initiative der Autorin Ursel Scheffler fort. In Bayern hat der Verein Bayern liest e.V. die Leitung übernommen, der hierfür unter anderem mit dem Museumspädagogischen Zentrum (MPZ) kooperiert.

Kultusminister Piazolo betonte: „Beim Lesen tauchen wir ein in die phantastische Welt der Bücher, entdecken fremde Kontinente und Kulturen, erweitern unser Wissen und unseren Horizont. Lesekompetenz ist unverzichtbar für die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Wichtig ist mir: Auch und gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist die Lesekompetenz der Schlüssel zum Erfolg in Schule, Studium und Beruf.“ Das Projekt „Türmer, Turmschreiber und Büchertürme“ sei eine wertvolle Ergänzung zu den vielzähligen schulischen Angeboten und Projekten zur Leseförderung, so Piazolo. Er dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und wünschte den Kindern und Jugendlichen „viel Freude beim Lesen und beim Bauen ihrer ganz persönlichen Büchertürme“.

Das Programm der Auftaktveranstaltung wurde über mehrere Wochen entwickelt von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schularten und Jahrgangsstufen, Mitgliedern einer Literaturgruppe oder einer Kulturwerkstatt für Einheimische und Geflüchtete. An ihrer Seite hatten sie Autoren wie Rudolf Herfurtner und Alex Rühle, Theater- und Filmschaffende wie Sophie Hechler, Ingrun Finke und Tjark Lienke sowie den Pianisten Florian Schwartz. Die sechs Gruppen aus Bamberg, Burghausen, Fürstenfeldbruck, München, Rosenheim und Weßling zeigten eindrucksvoll, wie sehr Literatur, Kunst und Kulturgeschichte sich gegenseitig befruchten. Auf der Basis gemeinsamer Lektüre präsentierten sie an sechs Stationen Darbietungen zu Exponaten aus verschiedenen Epochen in Form von Poesie oder Prosa, szenischem Spiel, Film oder musikalischer Einlage. Ein abschließender kleiner Empfang lud ein zum Austausch und zur Anregung weiterer Projekte.

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