Die Sonderausstellung „Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln“ im Münchner Stadtmuseum geht Fragen der Migrationsgeschichte von 1945 bis heute und des Zusammenlebens in München nach.

21. September 2018 bis 29. Dezember 2019

Migration ist der Normalfall einer wachsenden Großstadt und gehört zu München wie der Marienplatz. Seien es die Ziegelarbeiter, die den Baustoff für viele der typischen Münchner Gebäude herstellten, die Displaced Persons, die nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso Anteil am Wiederaufbau der Stadt hatten wie andere Bevölkerungsgruppen, oder die sogenannten Gastarbeiter, die einen wesentlichen Beitrag zur industriellen Produktion und zum Städtebau leisteten, bis hin zu den jüngsten Wellen der Migration – sie alle prägten den Alltag und die Kultur Münchens. Sie, ihre Geschichten und ihre Erinnerungen sind auch „Typisch München!”. In dem gemeinsamen Projekt des Münchner Stadtmuseums und des Stadtarchivs München „Migration bewegt die Stadt” wird seit 2015 die Migrationsgeschichte der bayerischen Landeshauptstadt erforscht. Die Ergebnisse und Einsichten finden nun einen prominenten Platz im Münchner Stadtmuseum.

Die Programme des MPZ unter dem Motto „Check mal deine Privilegien!“ fordern Schüler auf, aktiv die Perspektive zu wechseln und sich mit der Migrationsgeschichte Münchens und deren Auswirkungen für die Stadt und einzelne Akteure auseinanderzusetzen. Welche Entwicklung hätte München ohne Migration und kulturellen Austausch genommen? Wie sieht es heute in München mit Grundrechten und Religionsfreiheit für alle Bürger aus? Was macht eine freie, demokratische Gesellschaft aus? In Gesprächsführung, Workshop und Stadtrundgang werden Spuren der Migrationsgeschichte Münchens sichtbar und Fragen zur politischen Bildung diskutiert.

Details und Anmeldung

Abbildung: Dimitri Soulas, Ankunft am Münchner Hauptbahnhof 1968. © Münchner Stadtmuseum