Seit Beginn dieses Schuljahres entfällt der bisherige Eintrittspreis von 1,99 € pro Schüler/in für Gruppen, die mit dem MPZ das Valentin-Karlstadt-Museum besuchen. Abgesehen von den Führungsgebühren taucht man nun gratis – nicht umsonst – in die kuriose Welt Karl Valentins ein.

In den Ausstellungen des Musäums finden sich zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht in verschiedenen Jahrgangsstufen. Schon Grundschüler/innen lernen in den zielgruppenspezifischen Programmen des MPZ Karl Valentin kennen, entdecken auf spielerische Art und Weise den sprichwörtlich gewordenen Sprachwitz dieses großen Künstlers und können sich selbst in kreativem Schreiben versuchen.

Gerade die Sprache der Münchner Volkssänger ist auch für weiterführende Schulen von Interesse. So entsteht in den Münchner Vorstädten im ausgehenden 19. Jahrhundert ein ganz eigener Slang, in dem sich städtische Mundart mit den Sprechgewohnheiten der in die Boomstadt München zugezogenen Arbeiter und Tagelöhner mischt. Das Entstehen eines solch eigenen Sprachcodes, wie man ihn in der heutigen Jugendsprache wiederfindet, lässt sich an diesem Beispiel exemplarisch nachvollziehen – ganz abgesehen von den Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs, die eine Karriere als Volkssänger bot, wie das Beispiel von Liesl Karlstadt zeigt.

Neben der Sozialgeschichte eröffnen sich im Valentin-Karlstadt-Musäum Bezüge zur Stadtgeschichte Münchens, die sich in anschließenden Stadtrundgängen vertiefen lassen.

Abbildung: Das Isartor in München. © Museumspädagogisches Zentrum